18.11.19 – DEAG Concerts News

Martin Kohlstedt verzaubert Laeiszhalle bei Tourauftakt!

STRÖME live: vier weitere Konzerte im Dezember und Februar mit dem GewandhausChor zu Leipzig

Wer Martin Kohlstedt schon live erleben durfte, weiß eines sicher: Seine Konzerte sind viel mehr als die reine Repetition eines Albums. Ganz im Gegenteil – der Komponist und Pianist verhandelt jeden Abend aufs Neue seine modularen Kompositionen und führt somit sich selbst und die Zuschauer immer wieder in bislang unbekannte, zutiefst berührende Gefilde. Diesem im wahrsten Sinne des Wortes einmaligen Erlebnis wohnten am Samstag nun auch gut 1.200 Menschen in der Hamburger Laeiszhalle beim Tourauftakt der STRÖME-Tour bei. Gemeinsam mit dem GewandhausChor zu Leipzig unter der Leitung von Gregor Meyer präsentierte Martin Kohlstedt die auf freien Assoziationen beruhenden Stücke seines aktuellen Albums STRÖME (Edition Kohlstedt / Warner Classics). Nach dem zweistündigen Konzert bedachte das Publikum Martin Kohlstedt und den Chor mit minutenlangen Standing Ovations und wollte die Protagonisten dieses bewegenden Abends nicht mehr von der Bühne gehen lassen.

Bei weiteren Konzerten in Erfurt (17.12.), Berlin (18.12.), Hannover (08.02.) und Leipzig (09.02.) wird der lebendige Diskurs mit dem 45-köpfigen Chor in vier der schönsten Häuser Deutschlands zu erleben sein.

Karten gibt es auf www.myticket.de und unter 01806 - 777 111 (0,20EUR/Anruf aus dem dt. Festnetz / max. 0,60EUR/Anruf aus dem dt. Mobilfunknetz) sowie an den bekannten Vorverkaufsstellen.

Für Martin Kohlstedt war der Tourauftakt in Hamburg ein besonderer Moment: „Gestern wurde die Laeiszhalle zu einem Reaktor. Wirklich alles im Raum hat miteinander reagiert. Alles war möglich, einfach unfassbar.“

Auch Gregor Meyer, Leiter des GewandhausChor zu Leipzig, freut sich nach dem Konzert in der Laeiszhalle auf die weiteren Tourtermine: „Es ist ein gutes Gefühl: Das Risiko des Unvorhersehbaren erzeugt eine nahezu elektrische Spannung zwischen Martin, dem Chor und mir, die sich fast magisch ins Publikum zu übertragen scheint. Jedes Mal anders, jedes Mal neu.“

Martin Kohlstedt gilt als nimmermüdes schöpferisches Phänomen, das das Publikum jedes Mal aufs Neue mit musikalischen Grenzüberschreitungen konfrontiert. Doch ist es gerade diese Energie und Unberechenbarkeit, mit der er sich in den letzten sieben Jahren weltweit eine treue Fangemeinde aufgebaut hat. Seine Stücke zelebrieren die Verquickung analoger und digitaler Instrumentierung. Die modularen Strukturen verleihen ihnen ein größtmögliches Maß spontaner Freiheiten, die er bei seinen Konzerten zur Begeisterung der Zuschauer intensiv auslebt.

Martin Kohlstedt ist keiner, der sich der großen Inszenierung wegen ein maßgeschneidertes Image übergeworfen hat, das Authentizität ausschließlich vorgaukelt. Es ist einfach eine andere Art, Musik zu denken und mit ihr zu kommunizieren, die ihn im wachsenden Segment der modernen Klassik mit elektronischer Infusion letztendlich so klar und deutlich herausstechen lässt. Kompositorischen Versatzstücken haucht er eine so enorme Lebenskraft ein, die den Zuhörer immer wieder mitreißt, provoziert, elektrisiert.  

Kollaborationen sind schon immer ein zentraler Bestandteil seines Schaffens. Um seine künstlerische Sicht einer starken Reibung auszusetzen, arbeitete er auf zwei Rework-EPs genreübergreifend mit Künstlern wie Hundreds, Christian Löffler, Douglas Dare, FM Belfast und Dwig zusammen. Mit STRÖME verfolgt er weiter konsequent seine Auffassung musikalischer Kreation fernab opportunistischer und modischer Trends.

Sowohl für Martin Kohlstedt, als auch für den GewandhausChor und seinen Leiter Gregor Meyer stellt das über viele Jahre vorbereitete Projekt STRÖME eine Herausforderung experimentellen Charakters dar. So agiert der Chor zum Beispiel ohne klassische Notation, aber mit Raum für individuelles Ausgestalten. Das Ergebnis ist pure Dynamik voller monumentaler Verwerfungen und zarter Annäherungen, aber befreit von jeder Angst, was Klassik sein darf.

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